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| Saddam vor Gericht - Polit-Prozess des Jahres |
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Was er sagte, war im Irak Jahrzehnte lang Gesetz dieses könnte Saddam bald an den Galgen bringen.
Nun aber ist der ehemalige Präsident Saddam Hussein der Gnade eines Sondertribunals ausgeliefert, das zur juristischen Aufarbeitung der Verbrechen unter seiner Herrschaft geschaffen wurde. Nachdem er alle Attentatsversuche überlebt hat, droht ihm jetzt die Todesstrafe im Namen des irakischen Volkes.
Wenige Tage nach dem Referendum über die künftige Verfassung des Iraks eröffnen die fünf irakischen Richter am Mittwoch den Prozess gegen Saddam und sieben weitere Vertreter seiner Führung. Einem Sprecher des Tribunals zufolge werden der 68-jährige Saddam, sein Halbbruder Barsan, der ehemalige Vize-Präsident Taha Jassin Ramadan sowie die vier anderen Angeklagten persönlich vor dem Gericht erscheinen. Für das Verfahren wurde ein Raum im ehemaligen Präsidentenpalast ausgebaut, der innerhalb der so genannten Grünen Zone und damit im schwer bewachten Regierungsviertel liegt.
Den Angeklagten wird vorgeworfen, dass sie als Vergeltung für einen Attentatsversuch auf Saddam im Jahr 1982 in einem Massaker mehr als 140 Schiiten in dem Dorf Dudschail bei Bagdad töten ließen. Die Anklage lautet auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Darauf stehen dem Sprecher des Tribunals zufolge nach geltendem irakischen Recht lebenslange Haft oder die Todesstrafe.
Bislang haben irakische Regierungsvertreter wenig Zweifel daran gelassen, dass Saddam im Fall eines Schuldspruches die Todesstrafe vermutlich durch Hängen droht. Neue Statuten für das Tribunal, die noch nicht rechtsgültig sind, sehen aber vor, dass ein Todesurteil innerhalb von 30 Tagen vollstreckt werden muss. In Bagdad...
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