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DFB-Sportdirektor - Klinsmann baut auf Hockey-Coach
 
Jürgen Klinsmann will mit der revolutionären Verpflichtung von Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters als Sportdirektor die Modernisierung im Deutschen Fußball-Bund (DFB) weiter vorantreiben. Nach dem anfangs umstrittenen Engagement von US-Fitnesstrainern, der erstmaligen Aufnahme eines Sportpsychologen in den Betreuerstab sowie einem Chef-Scout aus der Schweiz soll noch vor der Weltmeisterschaft ein Trainer ohne Fußball-Kompetenz den neu geschaffenen Posten erhalten. Für die Führungsposition in der Nachwuchsförderung waren zuvor ausschließlich namhafte Fußball-Trainer und Ex-Nationalspieler wie Berti Vogts, Matthias Sammer und Guido Buchwald gehandelt worden. „Es mag sein, dass ein paar kritische Stimmen aufkommen könnten", sagte Klinsmann am Mittwoch in Frankfurt am Main zu möglichen Bedenken auch aus der Fußball-Bundesliga.

„Aber wir von der Führung der Nationalmannschaft haben nicht das Selbstverständnis, wir Fußballer wüssten alles am besten. Andere Sportarten sind uns voraus, wir haben im Fußball in manchen Bereichen in den letzten Jahren geschlafen. Es ist wichtig, offen für neue Ideen und Sichtweisen zu sein", betonte Klinsmann.

Der Bundestrainer äußerte sich geradezu euphorisch über den 45 Jahre alten Peters, der seit Ende 2000 die deutschen Hockey-Herren betreut und sie 2002 zum ersten WM-Titel führte. „Die Gespräche mit Bernhard Peters haben auf so hohem Qualitätsniveau stattgefunden, dass er uns überzeugt hat. Er ist eine Person, die uns unheimlich viel geben kann", sagte Klinsmann.

Peters selbst hielt sich bedeckt: „Ich möchte mich an diesen Spekulationen heute nicht beteiligen", sagte er am Mittwoch auch nach der öffentlichen Bestätigung seines Kandidaten-Status durch Klinsmann. Nach ersten Gesprächen mit einzelnen DFB-Präsidiumsmitgliedern drängt die Nationalmannschaftsführung auf eine schnelle Entscheidung. „Das Thema soll bei der nächsten Präsidiumssitzung am 20. Februar besprochen werden. Wir sind da für eine Entscheidung", sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Diesen Zeitplan bestätigte DFB-Präsident Theo Zwanziger.

Der geschäftsführende Verbandschef äußerte sich wohlwollend über den Überraschungs-Kandidaten: „Ich persönlich schätze Herrn Peters sehr.“Allerdings müsse die...
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02.02.06 09:00
 
Quelle: http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=24390
 

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