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| Deckname Torsten - Steuer ein übereifriger Stasi-Spitzel? |
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Mit der überraschenden und detailgenauen Veröffentlichung der Stasi-Akte von Ingo Steuer bekommt der Fall eine neue Dimension und bringt den Eiskunstlauf-Trainer in Erklärungsnot.
Als 18-Jähriger soll der spätere Paarlauf-Weltmeister aus Chemnitz eine Verpflichtungserklärung beim Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterzeichnet und später übereifrig berichtet haben. Es sind doch sehr viele Details, die Sportlern durchaus Schwierigkeiten machen konnten", sagte Christian Booß, Sprecher der Birthler-Behörde, am Mittwoch. So soll der heute 39-Jährige beispielsweise Informationen über Doppel-Olympiasiegerin Katarina Witt weitergegeben haben.
Zudem habe er die Behörde über eine mögliche Republikflucht einer Läuferin und einen verbotenen Pornovideo-Handel in Kenntnis gesetzt. Die Aktenlage zu Steuer lasse den Schluss zu, dass es sich um einen eilfertigen und beflissenen Inoffiziellen Mitarbeiter (IM) unter dem Decknamen Torsten gehandelt haben müsse, sagte Booß. Eine ganze Reihe von Spitzelberichten aus dem Jahr 1989 seien erhalten geblieben, darunter auch drei handschriftliche.
Das letzte Treffen mit seinem Führungsoffizier bei der Stasi-Bezirksverwaltung Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) datierte vom 13. Oktober 1989. Steuer habe berichtet, dass einige seiner Sportsfreunde ideologische Bedenken hätten und sich mit dem Gedanken trügen, in den Westen zu gehen.
Unterdessen konnte das Berliner Landgericht noch keinen Termin für die Verhandlung um Steuers Teilnahme an den Olympischen Winterspielen ansetzen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin war der Widerspruch des Nationalen Olympischen Komitees (NOK)...
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