Internet-Telefonie - Was will eBay mit Skype? |
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Experten bezweifeln, ob sich die Investition rentieren wird.
Ortstermin im Londoner Szeneviertel Soho: Das in die Jahre gekommene Bürogebäude mit der Hausnummer 7–11 in der Lexington Street – einer kleinen Durchgangsstraße zwischen verruchten Sex-Shops, Stripbars und edlen Designerboutiquen – fällt kaum auf. Kein Firmenschild, keine Leuchtreklame. Nur ein handbeschrifteter Aufkleber und ein mit der Schere zugeschnittenes Firmenlogo am Klingelbrett verraten, dass hier eines der prominentesten und wertvollsten Internet-Unternehmen der Welt zu Hause ist. Hinter der unscheinbaren Fassade bietet die Firma Skype Internet-Telefonie zum Nulltarif an. Über Monate war sie ein heiß begehrtes Kaufobjekt. Immerhin konnte der Branchenschreck in nur zwei Jahren rund 55 Millionen Nutzer weltweit gewinnen. Viele namhafte Interessenten – darunter Yahoo, Microsoft, Google und die News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch – gingen leer aus. Die Anteilseigner um Skype-Gründer Niklas Zennström, 39, einigten sich vor wenigen Tagen mit dem Internet-Auktionshaus Ebay. Preis der Übernahme: vier Milliarden US-Dollar. Die gigantische Summe findet eBay-Vorstandschefin Meg Whitman gerechtfertigt. „Künftig reicht ein einziger Klick auf der Auktionsseite, und schon ist der Käufer direkt mit dem Verkäufer verbunden, um sich beispielsweise nähere Informationen zu einem Produkt einzuholen“, erläutert Whitman. „Insbesondere der Handel mit höherwertigen Produkten wie Gebrauchtwagen, Industriemaschinen und teuren Sammlerstücken wird davon profitieren.“ Zudem will die eBay-Chefin ihr neues Kontaktwerkzeug auch mit dem hauseigenen Bezahlservice Paypal eng verknüpfen. Geplant sind so genannte „Pay per Call“-Dienste, bei denen eBay für die Vermittlung von Kunden eine Gebühr kassiert. Mögliches Einsatzfeld: Privat- und Geschäftsdienstleistungen, Reisen und Immobilien. Den enormen Preis registrieren Experten mit Skepsis. „Die Kaufsumme für Skype ist ein... Lesen Sie weiter... |
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