Pannen bei der .eu-Registry

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Pannen bei der .eu-Registry
  Am Dienstag fand wieder einmal eine turnusmäßige Freigabe von .eu-Domains statt , die innerhalb der Sunrise-Phase vorregistriert waren, aber wegen Formfehlern oder verpasster Deadlines nicht registriert werden konnten. Wer dabei das Webinterface der .eu-Registry Eurid zur Registrierung nutzte, dem winkte das Glück: Noch vor dem offiziellen Start um 11 Uhr konnten, räumte Eurid-Sprecher Patrik Linden ein, fünf .eu-Adressen registriert werden. Eurid sieht sich darüber hinaus mit der Klage konfrontiert, dass sich die gesamte Liste aller 2 Millionen bei Eurid verzeichneten Domains mit den zugehörigen Informationen problemlos herunterladen lässt.

Auf diese Weise, berichten .eu-Registrierungsdienstleister (Registrare), sei es Massenregistrierern gelungen, beim Startschuss zu den Vergabeverfahren für ehemalige Sunrise-Adressen viele beliebte Domains zu registrieren. Dieses Grabbing hatte für einigen Wirbel unter den eu-Registraren gesorgt. Anfang April war für die Europa-Domain .eu die so genannte Landrush-Phase gestartet; seitdem stehen Registrierungen von .eu-Domains für alle offen. Zuvor gab es zwei so genannte Sunrise-Perioden.

In der ersten Sunrise-Phase wurden nur Registrierwünsche von öffentlichen Einrichtungen – etwa Bundes- und Landesbehörden – und eingetragenen Markeninhabern berücksichtigt. In der Sunrise-Phase 2 konnten auch Inhaber von Firmen- oder anderen rechtlich geschützten Namen .eu-Domains vorregistrieren. Zum nun aufgetretenen Problem mit den eigentlich zu früh registrierten Sunrise-Domains erklärte Eurid-Sprecher Linden: "Es gibt zwei Registrierkanäle, einmal EPP [ein spezielles Registry-Registrar-Protokoll, d.Red], auf der anderen Seite das Webinterface. Letzteres ist normalerweise abgeschaltet vor dem 11-Uhr-Termin, doch heute war das nicht der Fall." Daher hätten insgesamt fünf der freigegebenen Sunrise-Adressen der brav wartenden Mehrheit weggeschnappt werden können. Die aus der Sunrise-Phase übrig gebliebenen Adressen, für die der Marken- oder Namensanspruch nicht dokumentiert oder abgelehnt wurde, gelten als besonders attraktive Adressen, denn dazu gehören etwa generische Adressen mit recht allgemeinen Begriffen.

So ließ sich am gestrigen Dienstag etwa banker.eu...

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/75071


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