Zu unanständig - EU-Porno-Plakate zurückgezogen |
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| Zu unanständig - EU-Porno-Plakate zurückgezogen | |||||||||||||
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Knapp 24 Stunden bevor Österreich den Vorsitz der EU-Ratspräsidentschaft für die nächsten sechs Monate übernimmt, fegt ein politischer Sturm durch das Land.
Auslöser der Erregung sind zwei Plakate, die auf Rolling-Boards beleuchtete und das Motiv wechselnde Werbeflächen zu sehen sind. Auf dem einen prangt der Unterleib einer nur mit einem blauen Slip mit den EU-Sternen bekleideten Frau. Das zweite zeigt drei nackte Darsteller mit Masken von George W. Bush, Queen Elizabeth und Jacques Chirac. Der Maskenkopf von Bush sitzt auf einer Frauenfigur, die von der Queen sexuell beglückt wird, während Chirac sich der Dame von hinten nähert.Diese beide provokanten Sujets zum Thema Europa, die bis Ende Januar auf 400 Werbeflächen in Wien und Salzburg präsent sein sollten, wurden am Freitag entfernt. Die gesamte Plakatserie besteht aus 150 Motiven von insgesamt 75 europäischen Künstlern. Jedes Bild ist für jeweils zehn Sekunden zu sehen. Das pikante an dieser Kunstaktion: Das Bundeskanzleramt hat diese EU-Plakatkampagne der Kulturinitiative PEACE gerollt finanziell stark gefördert. Laut SPÖ-Klubobmann Josef Cap wurden die “Porno-Plakate bereits mit 500 000 Euro subventioniert. Während das Büro des zukünftigen Ratspräsidenten Schüssel beteuerte, es seien keine Steuergelder für das Projekt geflossen, legte der Oppositionsführer schriftliche Unterlagen vor, die vom Gegenteil zeugen. Diese EU-Plakataktion ist nämlich nur ein Teil des Projektes 25 peaces", das zum ausklingenden Jubiläumsjahr 2005 (60 Jahre Kriegsende, 50 Jahre Staatsvertrag) vom Bundeskanzleramt mit einer Million Euro gesponsert wurde. Im aktuellen Fall geht es um schwachsinnig-sexistische Darstellungen, die angeblich der europäischen Aufklärung dienen, urteilt Christoph Kotanko, Chefredakteur des Wiener Kurier. Die beiden Initiatoren des Projektes, der ORF-Chefstratege Wolfgang Lorenz und der Chef der Bundestheaterholding Georg Springer, sorgten mit 25 peaces schon zu Beginn des Jahres für Aufregung: Ihre Idee eine Bombennacht über Wien 1945 nachzustellen, wurden dann vom Bürgermeister gestoppt.Von Skandalisierung und Kunstzensur spricht die Kuratorin der... Lesen Sie weiter... |
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