Linke in Dresden - Peinlicher PDS-Parteitag |
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| Linke in Dresden - Peinlicher PDS-Parteitag | |||||||||||||
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Das war nicht das Signal, das die PDS setzen wollte. Erst hat ein Ex-Stasi-IM für einen Eklat gesorgt, und auch die geplante Fusion von PDS und WASG verursachte Aufruhr.
Statt einer schlagkräftigen Linken, die auszieht, um die westlichen Landes- und Kommunalparlamente zu erobern und nebenbei harte Oppositionsarbeit in Berlin zu leisten, präsentierte sich die SED-Nachfolgepartei beim Parteitag in Dresden als konfuse Versammlung. Die Abstimmung über eine Doppelmitgliedschaft von PDS und WASG musste wiederholt werden, weil das erste Ergebnis nicht passte. Die Wahl des Bundesgeschäftsführers geriet zum Eklat, weil bekannt wurde, dass Bernhard Walther zu DDR-Zeiten bei der Stasi eine Verpflichtungserklärung als Inoffizieller Mitarbeiter unterschrieben hatte. „Die Party-Stimmung, die wir alle nach der Bundestagswahl hatten, ist endgültig verflogen“, resümierte Dietmar Bartsch, neuer Bundesgeschäftsführer der PDS nach dem zweitägigen Parteitag.Dabei hatte alles so schön begonnen: Ein aufgeräumter Oskar Lafontaine war aus Saarbrücken angereist um sich Seit an Seit mit seinem Freund Gregor Gysi zu präsentieren. Die beiden, die sich in Berlin die Fraktionsführung teilen, rissen die Delegierten mit ihren Klassenkampf-Reden zu wahren Begeisterungsstürmen hin. So alt die Parolen auch waren: „Wir sind die Partei des Friedens, die Verteidiger der Schwachen und die Partei gegen den Rassismus“ – die 320 Delegierten quittierten alles mit Applaus.Auch die Ankündigung der beiden Wortführer, dass die Linke sich künftig nicht mehr mit der Opposition begnügen werde, kam gut an. „Eine breite demokratische Linke kann auf den Gestaltungsanspruch nicht verzichten“, bestätigte PDS-Parteichef Lothar Bisky den politischen Kurswechsel.Doch dem gloriosen Auftakt folgten Peinlichkeiten und Pannen: Der von Bisky für das Amt des Schatzmeisters vorgeschlagene Walther gestand eine IM-Tätigkeit ein, weigerte sich aber auch auf Befragung, Näheres zu sagen. Dass er dennoch mit 68 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt wurde, empörte die Gäste von der WASG. „Es gibt zu wenig Sensibilität der PDS, wie das im Westen ankommt“, kritisierte Klaus Ernst vom WASG-Vorstand.Ihnen sei fest zugesagt... Lesen Sie weiter... |
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